Welche Form für den Badspiegel: rund, oval, rechteckig oder Bogen?

Quelle forme de miroir est la plus adaptée pour votre salle de bain ?

Die Form des Badspiegels entscheidet mehr über die Wirkung des Raumes als seine Farbe oder sein Rahmen. Ein Kreis über einem geraden Waschtisch beruhigt, ein durchgehendes Rechteck vergrößert, ein Bogen bringt Bewegung an eine sonst strenge Wand. Dieser Überblick geht die vier gängigen Formen durch, dazu die organisch geformten Modelle, und schließt mit der Frage, welche Form ein kleines Bad verträgt.

 

Runder Badspiegel: weiche Linien gegen gerade Fliesen

Der Kreis ist die Form, die am stärksten mit dem Rest eines Badezimmers bricht: Fliesen, Waschtisch und Duschkabine sind fast immer rechtwinklig. Ein runder Badspiegel nimmt dieser Geometrie die Härte und lässt einen schmalen Raum offener wirken. Übliche Durchmesser liegen zwischen 50 und 120 cm, wobei 80 cm die meistgewählte Größe über einem einzelnen Waschbecken ist. Bei beleuchteten Modellen folgt die LED-Linie der Kontur und zeichnet einen Lichtring um das Gesicht.

 

Runde Badspiegel

 

Rechteckiger Badspiegel: Struktur und volle Fläche

Das Rechteck nutzt die Wand über dem Waschtisch am vollständigsten aus und folgt der Linie des Unterschranks. Es ist damit die praktischste Form, wenn Spiegelfläche zählt – und die beste Grundlage für eine durchgehende LED-Kante. Das Format 80x60 cm ist die meistgesuchte Kombination überhaupt, gefolgt von 100x70 und 120x80 cm für breite oder doppelte Waschtische. Unsere Auswahl an rechteckigen Badspiegeln reicht von 40 bis 120 cm Breite.

 

Rechteckige Badspiegel

 

Ovaler Badspiegel: der Kompromiss zwischen beidem

Das Oval verbindet die weiche Linie des Kreises mit der nutzbaren Fläche des Rechtecks. Hochkant montiert streckt es die Wand nach oben und lässt eine niedrige Decke höher wirken, quer gehängt deckt es einen breiten Waschtisch ab. Ein ovaler Badspiegel im Format 50x70 cm ist die klassische Größe über einem einzelnen Becken; darüber reichen die Formate bis 120x80 cm.

 

Ovale Badspiegel

 

Bogenspiegel: gerade unten, gerundet oben

Der Bogenspiegel ist die vierte Möglichkeit und die am wenigsten bekannte: flacher Fuß, gerade Seiten, oben eine Rundung, wie ein altes Fensterelement. Er behält die nutzbare Breite eines Rechtecks über dem Waschbecken, wirkt aber nicht so streng. In großen Formaten ab 150 cm Höhe funktioniert er außerdem als Ganzkörperspiegel im Flur oder im Schlafzimmer, an die Wand gelehnt statt aufgehängt.

 

Asymmetrisch und organisch geformt

Jenseits der vier Grundformen gibt es Spiegel mit organischer Form: unregelmäßige, fließende Umrisse, die eher an einen Kieselstein oder eine Wolke erinnern als an eine geometrische Figur. Sie sind das gestalterische Gegenstück zum Rechteck und funktionieren dort am besten, wo der Spiegel als Objekt gesehen werden soll und nicht nur als Werkzeug. In einem kleinen Bad sind sie riskant, weil ihre Umrisse Unruhe erzeugen; über einer freistehenden Waschschüssel oder an einer sonst leeren Wand entfalten sie dagegen ihre Wirkung.

 

Asymmetrischer Badspiegel aus Holz

 

Welche Größe passt zu welcher Form

Unabhängig von der Form gilt eine Faustregel: der Spiegel bleibt etwas schmaler als der Waschtisch darunter, sonst wirkt die Wand überladen. Beim runden Spiegel zählt der Durchmesser – 50 und 60 cm fürs Gäste-WC, 70 bis 80 cm über einem einzelnen Becken, 100 bis 120 cm als Blickfang oder über einem Doppelwaschtisch. Beim rechteckigen und ovalen Spiegel zählt die Breite, und die Höhe folgt daraus: 60x80 und 50x70 cm für den Standardfall, 120x70 oder 120x80 cm für zwei Becken. Beim Bogenspiegel entscheidet dagegen die Höhe, weil die Rundung erst ab etwa 100 cm sichtbar zur Geltung kommt. In allen Fällen liegt die Oberkante auf Augenhöhe der größten Person im Haushalt und die Unterkante rund 15 bis 20 cm über der Armatur.

 

Rahmen oder rahmenlos

Der Rahmen verändert die Wirkung einer Form erheblich. Ein schwarzer Rahmen betont die Kontur und macht aus einem runden Spiegel ein grafisches Element; Holz und Rattan nehmen jeder Form die Kühle und passen zu warmen Bädern. Rahmenlose Modelle mit polierter oder facettierter Kante verschwinden fast in der Wand – die diskreteste Lösung, und die beste, wenn der Raum klein ist. Bei beleuchteten Modellen ist zu bedenken, dass ein breiter Rahmen die Lichtlinie teilweise verdeckt.

 

Wenig Platz: welche Form im kleinen Bad

Im kleinen Bad gilt die umgekehrte Regel zum Wohnzimmer: lieber ein großer Spiegel als mehrere kleine. Eine durchgehende Fläche verdoppelt den Raum optisch, während verteilte Rahmen ihn zerschneiden. Rechteckig und rahmenlos ist hier die sicherste Wahl, weil kein Rand Fläche wegnimmt. Ein runder Spiegel funktioniert ebenfalls, sofern er groß genug ist – ein kleiner Kreis auf einer großen Wand wirkt verloren. Zu meiden sind schmale Rahmen in dunklen Farben, die den Spiegel optisch schrumpfen lassen.

 

Und die Beleuchtung?

Jede dieser Formen gibt es beleuchtet und ohne Licht. Die Entscheidung über die Beleuchtung ist unabhängig von der Form und im Alltag wichtiger: Licht von vorn statt von der Seite, dazu meist eine Heizmatte gegen das Beschlagen. Wer diesen Punkt zuerst klären will, findet die gesamte Auswahl bei den beleuchteten Badspiegeln, und einen Überblick über alle Formen und Größen bei den Badspiegeln.

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